Close

Zukunft der Gütermobilität

Frauen haben gezeigt, dass sie es können: Die erste ÖVG-Veranstaltung mit ausschließlich Frauen am Podium und im Publikum saßen mehr Männer als Frauen!


Nachfolgend der Bericht in der Austrian Road Map 2050

Klimawandel, Kapazitätsprobleme, Industrie 4.0, Bevölkerungswachstum und vieles mehr sind Herausforderungen für den Verkehrs und Transportbereich. Bei einem Event der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und des DamenLogistikClubs wurde die Zukunft der Gütermobilität thematisiert.

Im ersten Themenblock wurde das Thema Infrastruktur aufgegriffen: Am Podium diskutierten Doris Pulker-Rohrhofer (Hafen Wien), Silvia Angelo (ÖBB-Infrastruktur) und Inge Unterdünhofen (ASFINAG) als Vertreterinnen dreier wichtiger Verkehrsträger, wie auch Martina Zeiner der TU Graz. Einigkeit herrschte vor allem beim Thema Klimaschutz, der definitiv ein große Herausforderung ist und eines besonderen Hauptaugenmerk bedarfs. Das untermauerte auch Martina Zeiner: „Um eine umweltfreundliche Gütermobilität zu gewährleisten, ist es wichtig, nicht nur Fahrzeuge auf alternative Antriebstechnologien umzustellen, sondern auch die entsprechende Infrastruktur der Energieversorgung mit zu berücksichtigen und danach auszurichten. Auch erneuerbare Energie ist Energie – dementsprechend ist es notwendig neben alternativen Antriebstechnologien auch automatisierte Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz zu entwickeln.“

Im schienengebundenen Güterverkehr wird die Digitalisierung zur Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit beitragen, ist sich Ruth Boyer (Thales Austria) sicher. Die Industrie hat hier eine klare Aufgabe, mit innovativen und wirtschaftlichen Lösungen nachhaltige Entwicklungen bestmöglich zu unterstützen. Verena Langhammer (Railcargo Austria) ist voll überzeugt: „Es geht nur gemeinsam – grenzüberschreitend sowie von Infrastruktur über verschiedene EVUs bis zu multimodalen Partnern in Echtzeitkollaboration!“

Die Gütermobilität auf der Straße ist vor allem im urbanen Bereich unter Druck. Einerseits um den eingeschränkten Infrastrukturen gerecht zu werden und andererseits den Klimaschutz zu forcieren. Clara Felis-Rubey (Heavy Pedals) und Barbara Ottawa (Hermes) empfehlen in diesem Zusammenhang den Umstieg auf RadbotInnen und Lastenräder:

„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. (Lasten-)Räder lassen mehr Raum in der Stadt.“

Für weitere Strecken sind ebenfalls Lösungen zur Effizienzsteigerung in Aussicht: Eva Tatschl-Unterberger (DigiTrans) berichtet von Entwicklungen und erfolgreichen Tests im autonomen Güterverkehr, für die allerdings noch Anpassungen der Rahmenbedingungen notwendig sind. Sylvia Völker (Völker Consulting) und Astrid Gühnemann (BOKU) zeigten innovative Möglichkeiten für die Zukunft im Straßenverkehr auf, die zu mehr Nachhaltigkeit auf der Straße führen können. Astrid Gühnemann macht einmal mehr klar, dass es einen Systemwandel braucht:

„Nachhaltige Gütermobilität braucht mehr als nur neue Technologien.“

Im letzten Panel lag der Schwerpunkt neben der Technologie, die den Güterverkehr der Zukunft beeinflussen wird, noch einmal gezielt bei den Menschen dahinter. Denn, damit Transportunternehmen auch für die Zukunft gerüstet sind und die eingeschlagenen Wege beschritten werden können, ist es notwendig, als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Vor allem die Schienengüterverkehrsunternehmen, wie ÖBB und Wiener Lokalbahn Cargo, ist die Personalsuche ein großes Thema – Pensionierungswellen und Fachkräftemangel gehören zu den Herausforderungen.

Letztendlich sind sich alle in einem Punkt bereits einig: Die Zukunft beginnt jetzt und wir müssen gemeinsam die Weichen dafür stellen. Kooperationen zwischen den Verkehrsträgern, den Transportunternehmen, der Industrie und der Wissenschaft helfen uns dabei unsere Ziele schneller zu erreichen.

Bilder © ÖVG

Link zum Programm

Bericht Internationalen Wochenzeitung Verkehr

Share on facebook
Facebook
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
X
X